
7. Kyu · Gelb
Übergang vom Werfen zum Halten
Für diese Technik gibt es in der DJB-Mediathek kein eigenes Video. Unten findest du das offizielle Kodokan-Video.
Technikbeschreibung
Nach einem (auch nur teilweise) gelungenen Wurf folgt Tori Uke sofort zu Boden und geht ohne Pause in einen Haltegriff über. Der DJB nennt als Anwendungssituationen für Katame-waza ausdrücklich den Übergang vom Stand zum Boden nach eigener, nicht oder nur teilweise erfolgreicher Nage-waza, nach gegnerischer Wurfaktion oder nach einer wurfähnlichen Aktion. Entscheidend ist, dass Tori den Griff am Partner nicht löst, die Fallrichtung Ukes nutzt und direkt eine stabile Stützfläche aufbaut. Nach den Wettkampfregeln gilt ein Haltegriff (Osaekomi) vereinfacht, wenn vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Uke liegt zu wesentlichen Teilen auf dem Rücken, Tori ist über Uke und kontrolliert dessen Bewegungsmöglichkeiten, Uke hat kein Bein Toris zwischen seinen Beinen geklammert, und Tori befindet sich nicht zwischen Ukes Beinen.
Schlüsselpunkte, auf die Prüfer achten
- Griff nach dem Wurf nicht lösen
- Sofort mitgehen, keine Pause zwischen Wurf und Haltegriff
- Stabile Stützfläche aufbauen und Ukes Hüfte kontrollieren
- Alle vier Osaekomi-Kriterien herstellen
Sicherheit: Alle Situationen langsam und mit Partnerhilfe üben; Hebel und Würger nur altersgerecht und unter Aufsicht der Trainerin oder des Trainers.
Quellen
Nur offizielle Verbandsquellen (Kodokan, IJF, DJB, nationale Verbände).
- Technik-Pools für das Graduierungssystem des DJB (Stand 1. Juni 2022), Abschnitt Katame-waza – Deutscher Judo-Bund e.V. (abgerufen 2026-10-11)Belegt: Standardsituationen am Boden (Bauchlage, Bankposition, Beinklammer, Rückenlage), Osaekomi-Kriterien, Befreiungsprinzipien, Übergang Stand–Boden
- DJB-Plakat „Grundprogramm – Situationslösungen am Boden“ (Stand 04.05.2024) – Deutscher Judo-Bund e.V. (abgerufen 2026-10-11)Belegt: Zuordnung der Situationen zu den Kyu-Graden und Anzahl der Aktionen