Maitta – Abklopfen (STOP-Signal) 参った

„Ich gebe auf“ (DJB-Glossar)

Maitta ist das Aufgabezeichen im Judo. Es wird durch zweimaliges (oder häufigeres) Abschlagen mit der Hand oder dem Fuß auf die Matte oder den Partner gegeben oder laut mit dem Wort „Maitta“ gesprochen. Der Deutsche Judo-Bund bezeichnet das Abklopfen im Kyu-Programm als „universelles STOP-Signal, das alle Aktionen unmittelbar beendet“; das Verständnis dieses Signals gehört bereits zum Grundverständnis für den 8. Kyu. Auf dem DJB-Plakat zum weiß-gelben Gürtel heißt es: „Das zweimalige Abschlagen ist das Aufgeben im Judo. Die anderen Judoka müssen in diesem Fall die Grenzen respektieren und die Aktion sofort beenden.“ In den Kampfregeln des DJB (auf Grundlage der IJF-Regeln) ist das Aufgeben in Artikel 14 geregelt: Ippon wird gegeben, „wenn ein Kämpfer aufgibt, indem er zweimal oder mehr mit der Hand oder dem Fuß abschlägt oder Maita sagt (ich gebe auf), im Allgemeinen aufgrund von Osae-komi, Shime-waza oder Kansetsu-waza“. Der Sieg durch Aufgabe heißt Kiken-gachi. Vom Aufgabezeichen des Judoka zu unterscheiden ist das Kommando „Mate“ (warten) des Kampfrichters: Er unterbricht den Kampf damit zeitweise, unter anderem bei Verletzung, bei Gefahr für einen Athleten, sofort bei Hebel- oder Würgetechniken aus dem Stand oder wenn in Ne-waza kein Fortschritt erzielt wird, und setzt den Kampf mit „Hajime“ fort. Nach „Mate“ muss der Kampfrichter die Kämpfer im Blick behalten, falls sie die Ansage nicht gehört haben. Im Training gilt: Wer abklopft, wird sofort losgelassen; wer eine Technik ansetzt, muss das Signal jederzeit wahrnehmen können.

  • Zeichen: zweimal oder öfter mit Hand oder Fuß abschlagen oder „Maitta“ sagen (DJB-Kampfregeln Art. 14).
  • Bedeutung: „ich gebe auf“ (DJB-Glossar); universelles STOP-Signal, das alle Aktionen unmittelbar beendet (DJB-Kyu-Programm, 8. Kyu).
  • Reaktion: Der Partner respektiert die Grenze und beendet die Aktion sofort (DJB-Plakat 8. Kyu).
  • Wettkampf: Aufgabe durch Abschlagen gilt als Ippon, in der Regel bei Osae-komi, Shime-waza oder Kansetsu-waza; Sieg durch Aufgabe = Kiken-gachi.
  • Mate (待て, „warten“): Kommando des Kampfrichters, das den Kampf zeitweise stoppt; Fortsetzung mit „Hajime“.
  • Der Kampfrichter sagt u. a. Mate bei Verletzung, bei Gefahr für einen Athleten, sofort bei Kansetsu-/Shime-waza aus dem Stand und wenn in Ne-waza kein Fortschritt erkennbar ist (Art. 11).
  • Nach Mate behält der Kampfrichter die Kämpfer im Blick, falls sie die Ansage nicht gehört haben (Art. 11).
  • Wer bewusstlos gewürgt wurde, darf laut DJB am selben Tag nicht mehr kämpfen (DJB-Zusatz zu Art. 14).
  • Für Kinder gilt im DJB: Hebel- und Würgetechniken werden erst nach Jahren im Randori und Wettkampf eingesetzt; Abwehrverhalten gegen Hebel ab 5. Kyu, gegen Würgen ab 2. Kyu.

Sicherheit: Das Abklopfen ist das zentrale Sicherheitsinstrument des Judo: Es beendet laut DJB jede Aktion unmittelbar und muss von allen Beteiligten respektiert werden. Besonders bei Hebel- und Würgetechniken ist das sofortige Lösen entscheidend. Die DJB-Kampfregeln verlangen bei Kansetsu-waza oder Shime-waza aus dem Stand sofort „Mate“ und legen fest, dass ein bewusstlos gewürgter Kämpfer am selben Tag nicht mehr kämpfen darf. Das DJB-Kyu-Programm hält fest, dass Kinder oft fünf bis sechs Jahre Judo betreiben, bevor sie Hebel- oder Würgetechniken anwenden dürfen oder mit ihnen konfrontiert werden.

Quellen

Nur offizielle Verbandsquellen (Kodokan, IJF, DJB, nationale Verbände).

  1. Anforderungen für Kyu-Grade im DJB (Stand 17. Februar 2025, V2) – Deutscher Judo-Bund e.V. (abgerufen 2026-10-11)
    Belegt: 8. Kyu, Punkt 5: „Beim Judo gibt es mit dem ‚Abklopfen‘ ein universelles STOP-Signal, das alle Aktionen unmittelbar beendet.“; Kinder und Hebel-/Würgetechniken (fünf bis sechs Jahre); Abwehrverhalten gegen Hebel (5. Kyu) und Würgen (2. Kyu).
  2. Plakat Kyu-Graduierungssystem 8. Kyu (weiß-gelb) – Deutscher Judo-Bund e.V. (abgerufen 2026-10-11)
    Belegt: „Maitta – das STOP-Signal: Das zweimalige Abschlagen ist das Aufgeben im Judo. Die anderen Judoka müssen in diesem Fall die Grenzen respektieren und die Aktion sofort beenden.“
  3. Kampfregeln des Deutschen Judo-Bund e.V. auf der Grundlage der IJF-Regeln, Stand März 2026 (Art. 11, 13, 14, 19, Glossar) – Deutscher Judo-Bund e.V. (abgerufen 2026-10-11)
    Belegt: Art. 14: Aufgabe durch zweimaliges Abschlagen oder „Maita“ = Ippon; Art. 11: Anwendung von Mate; Kiken-gachi = Sieg durch Aufgabe; Glossar: Maitta = ich gebe auf, Mate = warten; DJB-Zusatz: bewusstlos Gewürgte kämpfen am selben Tag nicht mehr.
  4. IJF Sport and Organisation Rules – Refereeing Rules, Version 21.01.2026 (Article 11 Application of Mate, Article 14 Ippon) – International Judo Federation (abgerufen 2026-10-11)
    Belegt: „When an athlete gives up by tapping twice (2) or more with his hand or foot or says ‚Maitta!‘ (I give up!) generally because of osaekomi-waza, shime-waza or kansetsu-waza.“; Mate-Situationen (Verletzung, Gefahr, Kansetsu/Shime aus dem Stand).

Inhalte nach dem Kyu-Graduierungssystem des Deutschen Judo-Bundes e.V. (Plakate, Stand 2024). Videos und Illustrationen: © Deutscher Judo-Bund e.V., eingebunden zu Lernzwecken.

Beschreibungen und Geschichte stützen sich ausschließlich auf offizielle Quellen (Kodokan, IJF, DJB und nationale Verbände). Die Quellen stehen auf jeder Technikseite.

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